Mitmachen macht Mut. Gemeinsam gegen Gewalt.

MamMut: MITMACHEN MACHT MUT. GEMEINSAM GEGEN GEWALT.

Nummer gegen Kummer

Kim

Kim, zwölf Jahre.

Wieso darf ich nicht sein, wie ich bin?

In der Schule sind so ein paar Jungs, die mich immer ärgern. Sie tun mir eigentlich nicht weh, nicht mit Schlägen oder so. Aber mit Worten. Immer, wenn sie mich sehen, sagen sie fiese Sachen. „Du Schwuchtel“, rufen sie oder „du bist kein richtiger Junge“ und „du bist voll das Mädchen“ und dann lachen sie und andere lachen mit.

Manchmal zischeln sie es mir auch zu, das ist fast noch schlimmer. Das ist so voller Ekel, dass ich mich vor mir selber ekle. Und das tut unfassbar weh. Ich hab diesen Jungs nichts getan, und ich kann mich nicht wehren. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich bin einfach so, wie ich bin. Zuhause habe ich meinem Vater davon erzählt, aber er hat mich nicht verstanden. So ein bisschen ärgern, das ist doch normal, findet er.

Da muss man sich eben wehren. Aber wie denn? WIE?

Was tun?

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Hier geht Kims Geschichte weiter

Ich hab mich in der großen Pause auf dem Klo versteckt. Als es geklingelt hat, bin ich raus – und unserem Schulsozialarbeiter Marc in die Arme gelaufen. „Wie geht es dir, Kim?“, hat er gefragt. „Ich kann nicht mehr“, ist es aus mir rausgeplatzt. „Ich will nicht mehr geärgert werden.“ Da hat er mich in sein Büro eingeladen, damit ich ihm alles in Ruhe erzählen kann.

Es hat gut getan, als wäre ein Fels von meinem Herz gerollt, so hat es sich angefühlt. Marc hat vorgeschlagen, die Jungs zur Rede zu stellen. Aber ich glaube, das würde alles nur schlimmer machen. Wir hatten dann gemeinsam einen guten Einfall: Wir wollen mit meiner ganzen Klasse darüber sprechen, was man in der Schule nicht mag und was man ändern könnte. Ich glaube nämlich, dass da so einige andere auch nicht wirklich glücklich sind.

Ab jetzt werde ich Marc jede Woche treffen, und wir schauen, wie es läuft. Er will mir helfen, dass ich wieder gerne zur Schule gehe.